Dezember 2026
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EU AI Act

EU AI Act im Oktober: Was bis 2. Dezember noch ansteht

Im Oktober ist „Der AI Act wurde verschoben“ eine gefährlich ungenaue Zusammenfassung. Der Rat der EU unterscheidet mehrere Termine: Viele Regeln gelten seit August, bestimmte Hochrisiko-Regeln folgen später, und für Transparenzlösungen synthetischer Inhalte nennt er den 2. Dezember 2026 als neue Übergangsfrist.

Dieser Beitrag ordnet den bekannten Rechtsstand zum 10. Oktober ein. Er ist keine Meldung über eine neue Gesetzesänderung an diesem Tag.

Die Termine auf einer Seite

TerminWorum es geht
Seit 2. Februar 2025Unter anderem KI-Kompetenz und die damals geltenden Verbote
Seit 2. August 2026Unter anderem Transparenzpflichten nach Artikel 50
2. Dezember 2026Ende einer bestimmten Anbieter-Übergangsfrist für Transparenzlösungen
2. Dezember 2027Verschobene Regeln für bestimmte eigenständige Hochrisiko-Systeme
2. August 2028Verschobene Regeln für Hochrisiko-Systeme in regulierten Produkten

Die Kommission erläutert den überarbeiteten Zeitplan und das Inkrafttreten des Omnibus am 27. Juli. Im Dezember wird außerdem das neu eingeführte Verbot bestimmter nicht einvernehmlicher intimer beziehungsweise sexueller KI-Inhalte wirksam. Es handelt sich somit nicht um einen allgemeinen Aufschub aller KI-Pflichten.

Das Wort December aus schwarzem Papier auf hellem Hintergrund
Foto: Kelly Sikkema / Unsplash · Unsplash-LizenzSelyntra beansprucht keine Urheberrechte am Foto.
Dezember im Blick: Die Übergangsfrist betrifft bestimmte Transparenzlösungen und keine pauschale Verschiebung aller Pflichten.

Was ihr jetzt beim Dienstleister anfragen solltet

Für einen gewöhnlichen Website-Chatbot ist zuerst die bereits geltende Transparenz gegenüber Nutzern relevant. Für Anbieter synthetischer Inhalte stellt sich zusätzlich die Frage, welche technischen Erkennbarkeitslösungen eingesetzt werden und ob eine Übergangsregel überhaupt auf das konkrete System anwendbar ist.

Nicht bis Dezember warten: Eine Übergangsfrist für bestimmte Anbieterlösungen hebt die bereits geltenden Pflichten eures eigenen Einsatzes nicht pauschal auf.

Bittet euren Anbieter um eine schriftliche Beschreibung der unterstützten Transparenzmechanismen. Klärt anschließend, was eure Anwendung davon erhält, beim Export beibehält und dem Nutzer anzeigt. Die rechtliche Einordnung gehört zur zuständigen Beratung; die technische Wirkung lässt sich testen.

Ein kleiner Arbeitsplan für Agenturen

Erfasst alle produktiven KI-Einbindungen eurer Kunden. Notiert Zweck, Rolle, Modellanbieter und verantwortliche Person. Prüft dann den ersten Nutzerkontakt und die Verarbeitung erzeugter Medien. Haltet offene Anbieterfragen mit einem Termin zur Klärung fest.

Im Enterprise sollte dieselbe Liste auch Anwendungen aus Fachabteilungen umfassen. Ein intern beschafftes Tool kann sonst außerhalb der zentralen Projektübersicht bleiben.

Die Einstufung hängt am Einsatzzweck. Ein Schreibassistent und eine Bewerberauswahl sind deshalb getrennt zu betrachten, auch wenn beide dieselbe Modell-API verwenden.

Wir unterstützen euch bei Inventar, Datenfluss und technischer Umsetzung – als Grundlage für die Abstimmung mit eurer Rechtsberatung.

Alessio Leva

Alessio Leva

Sie haben die Idee.Wir bauen das System.