Kundenservice
KI-AssistentFür dich erreichbar

EU AI Act

EU AI Act ab August: Was euer Kunden-Chatbot jetzt braucht

Wer einen KI-Chatbot für Kunden betreibt, sollte dessen Einstieg jetzt überprüfen. Die Transparenzleitlinien der EU-Kommission vom 20. Juli erläutern Artikel 50; die entsprechenden Pflichten gelten ab dem 2. August 2026. Dabei kommt es auf die Rolle und die konkrete Anwendung an.

Für kleine Agenturen ist das vor allem eine Übergabefrage: Was liefert ihr technisch, und was muss der Kunde im Betrieb sicherstellen?

Beginnt bei der ersten Interaktion

Bei direkt mit Menschen interagierenden KI-Systemen muss grundsätzlich erkennbar sein, dass eine KI beteiligt ist, sofern dies nicht bereits offensichtlich ist. Ein freundlicher Avatar und ein menschlicher Vorname können die Sache eher unklar machen.

Ein möglicher Einstieg: „Du sprichst mit unserem KI-Assistenten. Für persönliche Unterstützung erreichst du unser Team hier.“ Das ist ein Gestaltungsbeispiel; ob ein konkreter Hinweis die Pflichten erfüllt, hängt vom System und Einsatz ab.

PrüffrageTechnische Umsetzung im Projekt
Wird die KI-Beteiligung rechtzeitig erkennbar?Einstieg und erste Antwort prüfen
Ist der Hinweis auch mobil lesbar?Kleine Displays und Einbettungen testen
Wer aktualisiert Texte und Einstellungen?Verantwortliche Person benennen
Wie gelangt ein Nutzer zum Team?Kontaktweg sichtbar anbieten

Die letzte Zeile ist unsere Empfehlung für einen guten Service, keine pauschale zusätzliche Pflicht aus Artikel 50.

Europäische Flaggen vor der Kommission in Brüssel
Foto: Alexander Van Steenberge / Unsplash · Unsplash-LizenzSelyntra beansprucht keine Urheberrechte am Foto.
Europäische Kommission in Brüssel: Transparenzpflichten sind Teil des europäischen KI-Rechtsrahmens.

Nicht jede KI-Ausgabe braucht denselben Aufkleber

Der AI Act unterscheidet unter anderem die maschinenlesbare Erkennbarkeit synthetischer Ausgaben auf Anbieterseite und Offenlegungspflichten für bestimmte Inhalte auf Betreiberseite. Deepfakes und Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse haben eigene Regeln und Ausnahmen. Aus „mit KI geschrieben“ folgt deshalb keine einheitliche Kennzeichnungspflicht für sämtliche Texte.

Rolle zuerst klären: Wer ein fertiges Tool verwendet, hat andere Aufgaben als ein Unternehmen, das ein eigenes KI-System unter seinem Namen anbietet. Eine Agentur kann je nach Projekt mehr als eine Rolle haben.

Was in ein kleines Übergabepaket gehört

Haltet Einsatzgebiet, Anbieter, Datenquellen, Hinweistexte und Zuständigkeiten fest. Legt außerdem fest, wie Änderungen an Modell, Einbettung oder Kundengruppe geprüft werden. Für Enterprise-Teams lohnt sich dafür ein gemeinsames Verzeichnis über die Abteilungen hinweg.

Datenschutzfragen laufen parallel: Ein Transparenzhinweis ersetzt weder eine passende Rechtsgrundlage noch die Prüfung von Datenübermittlungen. Dieser Beitrag ist eine praktische Orientierung, keine individuelle Rechtsberatung.

Wir unterstützen euch bei der technischen Bestandsaufnahme und Umsetzung, bei rechtlicher Einstufung zusammen mit eurer Rechtsberatung.

Alessio Leva

Alessio Leva

Sie haben die Idee.Wir bauen das System.